„Gesunde Ernährung – neu aufgetischt mit Neuen Medien“ –

ein Frühförderprojekt des Arbeitskreises Neue Medien

Am Mittwoch, den 20.11.2019 durften wir an einem Medienprojekt teilnehmen. Es dauerte von 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr und fand mit 12 5-jährigen Kindern statt. Es ging um gesunde Ernährung. Das Projekt wurde von einer selbstständigen Medienpädagogin Frau Stober vom Arbeitskreis Neue Medien durchgeführt.
Frau Stober war extra aus Karlsruhe angereist und hatte den Bewegungsraum schon liebevoll vorbereitet: Gegenüber den Fenstern ein opulent gedeckter Tisch mit allem, was der Gemüse- und Obstmarkt so an Frischem hergibt. In der Mitte des Raumes war ein kleines „Medienzentrum“ aufgebaut: Ein Tisch mit Laptop und Maus, ein Beamer, hinter dem Tisch eine kleine Langbank für jeweils drei Kinder, die dann im Verlauf hintereinander auch die Maus kurz steuern durften. Neben dem Tisch standen noch 12 Tüten/Taschen, in die die Kinder hinterher ihr Lieblingsobst/-gemüse (jeweils Exemplare von fünf Sorten) einpacken und mit dem Rückmeldebogen nach Hause zum verkochen bringen durften. Der Boden war mit einem grünen Tuch geschmückt, die Wände mit Bildern.
Nun kamen die Kinder hereingestürmt und versammelten sich zunächst neben dem Obst- und Gemüsetisch. Sie kannten alle Obst- und Gemüsesorten. Nachdem dieser Tisch gebührend gewürdigt war, nahmen die Kinder Platz und eine kleine Vorführung begann:
Zunächst trat Manu Dick auf der Leinwand auf. Eine einfach gezeichnete Figur, nicht sehr glücklich schauend und eindeutig adipös, was die Kinder auch gleich so erkannten. Auf der Leinwand konnte man ihn „durchleuchten“: Auf dem nächsten Bild konnte man einige gezeichnete Würste, Pommesportionen und Kuchenstücke zu viel in seinem Bauch sehen. Es folgte Manu Schlapp. Zwar dünn, aber blass, mit Augenringen und auch nicht glücklich schauend. Was hatte der in seinem Bauch: Nichts. Also essen muss man schon irgendwas. Und natürlich auch rausgehen und herumtollen. Manu Stark trat dann insofern nicht mehr in einem Zimmer auf, sondern draußen mit dem Fußball unter dem Fuß. Und was hatte der im Bauch? Vieles von dem, was nebenan auf dem Tisch zu sehen war. Und er hatte Muckis und ein Lächeln im Gesicht. Ihm ging es gut. Zeit für Bewegung also: Nun mussten die Kinder aufstehen und bei allem, was stark macht, in die Luft springen und bei allem was dick macht, sich schwer machen und in die Knie gehen. In unregelmäßiger Reihenfolge erschienen auf der Leinwand verschiedene Nahrungsmittel, die so von den Kindern und der Pädagogin zusammen bewertet wurden.
Nun ging es zum virtuellen Obst- und Gemüseeinkauf: Man konnte vorgegebene Sorten anklicken, woraufhin diese dann eingekauft waren. Die Kinder sollten hierbei wie folgt zusammenarbeiten: Immer drei Kinder kamen auf die Bank vor den Laptop und eines dieser Kinder bediente die Maus. Eines der verbliebenen Kinder bekam einen Laserpointer.  Zunächst musste hierfür der verantwortungsvolle Umgang erklärt werden (immer nur nach vorne zeigen und nicht auf andere Kinder, und schon gar nicht in die Augen anderer Kinder). Das Kind mit dem Laserpointer zeigte zunächst unter mehreren Alternativen auf die gemeinte Obstsorte und das Kind an der Maus musste dann auf dem Laptop darauf klicken um es einzukaufen. Vergleichbare Aufgaben gab es beim virtuellen Kochen eines Obstsalates. Und auch ein virtuelles Picknick wurde interaktiv gemacht. Hierbei mussten die Kinder korrigiert werden: Etwas Fett war schon erlaubt zu essen, aber eben nur etwas… Unterwegs wurde auch die Ernährungspyramide gestreift, die gesunde Mengenverhältnisse beim Essen und Trinken illustriert.

Das Frühförderprojekt „Gesunde Ernährung – neu aufgetischt mit Neuen Medien“ bietet der AKNM seit fast 20 Jahren an für Gruppen von 12-22 Kindern im Alter von 5 bis 6 Jahren. Etwa die Hälfte der Eltern gab ein Feed-back, zu dem mit einem Rückmeldezettel von den Kindern aufgefordert werden. Dieses war sehr positiv, ebenso das der Erzieher*innen, die dieses Projekt weiter empfehlen würden.