Startschuss für Bundesprogramm „Elternchance II“

Bildung entscheidet über die Zukunft der Kinder – umso wichtiger ist es, dass Väter und Mütter schon früh ihre Kinder auf dem Bildungsweg begleiten. Das Bundesfamilienministerium unterstützt Eltern dabei und startet das neue ESF-Bundesprogramm „Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen“.

„Frühkindliche Bildung stellt die Weichen für die Zukunft. Deshalb müssen wir die beiden wichtigsten Bildungsorte im Leben eines Kindes enger miteinander verknüpfen: die Familie und die Einrichtungen der frühkindlichen Bildung. Mit unserem Programm wollen wir dabei helfen, dass zwischen Eltern und beispielsweise der Kita eine gelebte Partnerschaft entsteht, wenn es um Bildung und Erziehung geht“, so Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Elternchance ist Kinderchance

„Elternchance II“ basiert auf den Erfahrungen mit dem Programm „Elternchance ist Kinderchance“ (2011-2014), in dem bereits über 5.000 Fachkräfte zu Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern geschult wurden.

Im Rahmen des Bundesprogramms werden pädagogische Fachkräfte, die mit Familien zusammenarbeiten, zu Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern weiterqualifiziert. Im Fokus steht die Frage, wie Fachkräfte und Eltern gemeinsam die Kinder in ihren Entwicklungs- und Bildungsprozessen optimal fördern können.

Die Begleitforschung hat ergeben, dass durch das Bundesprogramm die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Fachleuten in Kitas, Familienzentren und Mehrgenerationenhäusern spürbar verbessert werden konnte. Eltern wurden in ihren Kompetenzen gestärkt und erlebten die Zusammenarbeit als wertschätzend und vertrauensvoll.

Partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Aufbauend auf diesen positiven Ergebnissen, setzt das neue Bundesprogramm einen weiteren Schwerpunkt auf das Thema „Partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. Bundesfamilienministerin Schwesig: „Wir nehmen auch die neue Rolle von Vätern und die veränderten Arbeitszeitwünsche in den Blick, damit Mütter und Väter sich die Kindererziehung partnerschaftlich teilen.“

Für die Weiterqualifizierung zur Elternbegleiterin oder zum Elternbegleiter können sich bundesweit tätige Träger der Familienbildung bewerben. Für die erste Phase des Förderzeitraums sind bis zum 13. Juli 2015 Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) einzureichen. Das Bundesprogramm „Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen“ läuft zunächst bis Ende 2018 und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundes finanziert.

„Mehr Partnerschaftlichkeit – ein Plus für die ganze Familie“

Anlässlich des Aktionstags 2015 der bundesweiten Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ besuchte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, Caren Marks, das Lokale Bündnis in Berlin-Pankow.

Unter dem Motto „Mehr Partnerschaftlichkeit – ein Plus für die ganze Familie“ machen Lokale Bündnisse mit rund 1000 Aktionen in ganz Deutschland darauf aufmerksam.

„Viele Paare wünschen sich, die Zeit für Kinder, für den Haushalt, aber vor allen Dingen auch die Arbeit partnerschaftlich zu teilen. Mütter und Väter sollen die Chance haben, sowohl für die Familie da zu sein, als auch im Beruf Entfaltungsmöglichkeiten zu haben. Doch nur wenige Paare können diesen Wunsch wirklich umsetzen“, sagte Staatssekretärin Marks. „Mit der Einführung des ElterngeldPlus und dem weiteren bedarfsgerechten Ausbau der Kinderbetreuung reagieren wir auf diesen Wunsch. Wir brauchen aber nicht nur wirkungsvolle Gesetze und familienfreundliche Arbeitgeber, sondern insbesondere praktische Angebote vor Ort. Mit ihren Lösungen bringen die Lokalen Bündnisse für Familie die Partnerschaftlichkeit in ganz Deutschland voran.“

Gemeinsam mit rund 35.000 Unterstützerorganisationen aus allen Bereichen der Gesellschaft – darunter zum Beispiel auch mehr als 7.400 Unternehmen – sind in den Lokalen Bündnissen für Familie in den vergangenen elf Jahren tausende Projekte entstanden, die Eltern dabei unterstützen, Zeitkonflikte im Alltag und Engpässe bei der Kinderbetreuung zu reduzieren. Mit Angeboten für die Ferien-, Notfall- und Nachmittagsbetreuung, mit Freizeitaktivitäten speziell für Väter und Kinder sowie mit Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg leisten die Bündnisse einen wichtigen Beitrag, damit berufstätige Eltern die Aufgaben in der Familie partnerschaftlich teilen können.

Um Eltern bei der partnerschaftlichen Vereinbarkeit zu unterstützen, hat das Bundesfamilienministerium neue Regelungen zum ElterngeldPlus und zur Elternzeit auf den Weg gebracht. Sie gelten für Geburten ab dem 1. Juli 2015. Das bisherige Elterngeld wird derzeit für maximal 14 Monate nach der Geburt des Kindes gezahlt. Künftig ist es für Eltern, die in Teilzeit arbeiten, möglich, das ElterngeldPlus doppelt so lange zu erhalten. Ergänzend gibt es einen Partnerschaftsbonus: Teilen sich Vater und Mutter die Betreuung ihres Kindes und arbeiten parallel für mindestens vier Monate zwischen 25 und 30 Wochenstunden, erhalten sie jeweils zusätzlich für vier Monate ElterngeldPlus. Auch die Elternzeit wird deutlich flexibler. Künftig können 24 Monate statt bisher 12 zwischen dem 3. und dem 8. Geburtstag des Kindes genommen werden.

Sicherheitsstandards bei Kinderwagen

Wenn Eltern sich dafür entscheiden, ihre noch kleinen Kinder über ein paar Stunden in eine Betreuungseinrichtung, wie zum Beispiel in eine Kindertagesstätte, zu einer Tagesmutter oder zu einem Babysitter zu geben, vertrauen sie darauf, dass das Baby in dem jeweiligen Kinderwagen so sicher wie möglich transportiert wird. Dies geht nur mit einem entsprechenden Kinderwagen, der jegliche Sicherheitsstandards erfüllt. So achten die meisten Eltern beim Kauf des Kinderwagens, Buggys oder Kombigerätes eher auf eine hohe Qualität, Komfort sowie Stabilität und vernachlässigen den Preis. Alles Wissenswerte rund um das Thema Kinderwagen erhalten Interessierte beispielsweise auf der Internetplattform kinderwagen.org, die neben den Sicherheitsaspekten auch interessante Informationen zu den verschiedenen Kinderwagenmodellen liefert.

Beim Kauf eines Kinderwagens spielen natürlich Kriterien wie die Optik oder das Design bei vielen Eltern eine große Rolle, denn der Kinderwagen wird in den ersten Lebensmonaten in der Regel tagtäglich genutzt. Aber viel entscheidender als die Optik sind gewisse Sicherheitsrichtlinien, die ausschließlich durch Prüfzeichen gewährleistet sind und die beim Kauf beachtet werden müssen. Derartige unabhängige Prüfsiegel sind beispielsweise TÜV- und GS-Prüfzeichen, die den Kinderwagen die höchste Sicherheit verleihen. Darüber hinaus sind die folgenden Kriterien für den Kauf von geeigneten Kinderwagen wesentlich:

  • Feststell-/Fixiersystem: Ein handelsüblicher Kinderwagen oder auch ein Buggy besitzt mindestens zwei Feststellsysteme. Eines davon blockiert bei Bedarf mindestens zwei Räder, ein anderes sorgt dafür, dass der Wagen nicht zusammenklappt, sobald die erste Sicherung gelöst wird. Wichtig ist, dass die Blockier-Systeme nicht in Reichweite des Kindes gelangen und sich das Kind beispielsweise nicht die Finger darin einklemmen kann.
  • Bremsen: Wenn Kinderwagen Bremsen besitzen, sollten diese einfach zu bedienen sein und auch genutzt werden. Das heißt, der betreffende Kinderwagen sollte nur mit Hilfe der Bremsen gestoppt werden. Da die Bremsen auch einen Einfluss auf die Abnutzung der Reifen haben, müssen diese in regelmäßigen Abständen auf Unversehrtheit überprüft werden.
  • Größe und Passgenauigkeit: Der Kinderwagen muss der Größe des Kindes angepasst werden und stets genug Bewegungsfreiheit bieten. Sowohl oben und unten als auch an den Seiten muss das Kind ausreichend Platz haben und sich auch strecken können. Eltern sollten auf hohe Seitenwände des Wagens achten und die Liegefläche mit warmen Decken ausfüllen.
  • Stabilität: Der gewählte Kinderwagen sollte möglichst stabil und robust sein und sich nicht leicht umkippen lassen. Oftmals lässt sich dies nicht nur anhand der Form ausmachen, sondern auch anhand des verwendeten Materials. Hochwertiges Metall ist stabiler als Kunststoffkonstruktionen.
  • Gurte: Ein Gurtgeschirr verhindert, dass das Kind aus dem Kinderwagen fällt. Damit der Gurt für das Kind nicht unangenehm wird, sollten die Gurtriemen gut gepolstert sein. Die Gurte werden um die Schultern, die Hüfte und zwischen den Beinen geschnürt, allerdings nicht allzu stramm bzw. fest.

Wer beim Kauf eines Kinderwagens auf diese Kriterien achtet, vermindert die Risiken, dass sich das Kind beim Transport verletzt. Zudem können Eltern beruhigt sein, wenn Betreuer auf ihr Kind aufpassen und diese mit einem sicheren Kinderwagen unterwegs sind.

Was ändert sich mit dem ElterngeldPlus?

Immer mehr junge Familien wünschen sich Zeit für die Familie, aber auch Zeit für den Beruf: Neun von zehn Frauen und Männern zwischen 20 und 39 Jahren finden, dass sich Mütter und Väter gemeinsam um ihre Kinder kümmern sollen.

Die neuen Regelungen zum ElterngeldPlus und zur Elternzeit, die für Geburten ab dem 1. Juli 2015 gelten, knüpfen an diese Wünsche an. Das ElterngeldPlus unterstützt Eltern, die in Teilzeit arbeiten. Ob volle Auszeit vom Job, kleine, mittlere oder große Teilzeit – die neuen Regelungen bieten Müttern und Vätern eine Vielzahl von Möglichkeiten, Familie und Beruf miteinander zu verbinden und sich ihre Aufgaben partnerschaftlich zu teilen.

Der Elterngeldrechner hilft dabei, die ersten Monate mit Kind gemeinsam zu planen – zeitlich und finanziell. Mit dem erweiterten Planer können Eltern jetzt ausprobieren, wie sie nach der Geburt ihres Kindes Elterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus miteinander kombinieren, welche Verteilung für sie in Frage kommt und welcher Anspruch auf Elterngeld sich daraus ergibt.

Das neue Plus

Das bisherige Elterngeld wird derzeit für maximal 14 Monate nach der Geburt des Kindes gezahlt. Steigen Mütter oder Väter schon währenddessen in Teilzeit beruflich wieder ein, haben sie bislang dadurch einen Teil ihres Elterngeldanspruches verloren. Das ändert sich mit dem ElterngeldPlus: Künftig ist es für Eltern, die in Teilzeit arbeiten, möglich, das ElterngeldPlus doppelt so lange zu erhalten. Ein Elterngeldmonat wird zu zwei ElterngeldPlus-Monaten.

Ergänzend gibt es einen Partnerschaftsbonus: Teilen sich Vater und Mutter die Betreuung ihres Kindes und arbeiten parallel für mindestens vier Monate zwischen 25 und 30 Wochenstunden, erhalten sie jeweils zusätzlich für vier Monate ElterngeldPlus. Alleinerziehende können das neue ElterngeldPlus im gleichen Maße nutzen.

Auch die Elternzeit wird deutlich flexibler. Wie bisher können Eltern bis zum 3. Geburtstag eines Kindes eine unbezahlte Auszeit vom Job nehmen. Künftig können 24 Monate statt bisher 12 zwischen dem 3. und dem 8. Geburtstag des Kindes genommen werden.

Die neuen Regelungen sind zum 1. Januar 2015 in Kraft getreten und gelten für Geburten ab dem 1. Juli 2015.

Den aktualisierten und erweiterten Elterngeldrechner mit Planer finden Sie im Serviceportal für Familien: www.familien-wegweiser.de